Weichspüler Mengenmäßig mit Abstand bedeutendste Gruppe der Waschhilfsmittel, werden die W. zur sog. “Avivage” eingesetzt.
Sie unterdrücken den als Wasserstarre bezeichneten Effekt, wonach maschinengewaschene Wäsche den durch die Waschmechanik hervorgerufenen Unordnungszustand der Fasern beim Trocknen in unbewegter Luft (z.B. Badezimmern) beibehält. Dies macht sich als harter Griff insb. bei Frottierware bemerkbar. Der einfachste Weg zur Abhilfe ist Trocknen im Freien. Aber auch das Walken und Ziehen der schleuderfeuchten Wäsche hilft beachtlich. Einen ganz ähnlichen Effekt erzielt das Trocknen im Tumbler. Trotzdem preist die Industrie W. gerade auch für tumblergetrocknete Wäsche an. Hier kommt deren zweiter Effekt zum tragen, die antistatische Ausrüstung der Fasern. Gerade Synthesefasern erleiden nämlich sonst im Wäschetrockner starke elektrostatische Aufladung.
Inzwischen bieten die W.-Hersteller sogar eine spezielle Anwendungsform des W. für Tumbler an, die Pflegetücher. Das sind präparierte Läppchen, die während des Trocknungsvorgangs ihre Wirkstoffe auf die Textilien übertragen. Die bei weitem häufigste Anwendung aber bleibt die Avivage im letzten Spülbad des Waschprozesses. Verantwortlich für die Wirkung des W. sind kationische Tenside, die aufgrund ihrer positiven Ladung eine hohe Affinität zu den negativ geladenen Textilfasern haben und auf diese aufziehen. Sie können nicht zusammen mit Waschmitteln angewandt werden, weil deren anionische Tenside die W. unter Neutralsalzbildung inaktivieren würden. W. sind hochverdünnte Produkte, die bis zu 95% Wasser enthalten. Seit einigen Jahren sind Konzentrate auf dem Markt.
Wegen der schlechten Wasserlöslichkeit der kationischen Tenside enthalten W. noch Emulgatoren und Lösemittel.









