Sammelbezeichnung für alle körperlichen und seelischen Veränderungen, die ein langer Krankenhausaufhalt mit sich bringt. Der infektiöse Hospitalismus ist die Ausbreitung einer Infektionskrankheit innerhalb eines Krankenhauses. Als Infektionserreger kommen beim Hospitalismus insbesondere Staphylokokken, Salmonellen, Klebsiellen, Hepatitisviren, Pseudomonas aeruginosa, Proteus vulgaris, Coli-Bakterien und Soorpilze in Frage. Patienten im Krankenhaus haben ein geschwächtes Immunsystem, deshalb können für Gesunde als harmlos zu bezeichnende Bakterien bei diesen Personen Infektionen verursachen. Viele dieser Patienten werden selbst zum Herd der Vermehrung und Ausstreuung derartiger Hospitalismuserreger. Eine zusätzliche Gefahr besteht durch die notwendige Antibiotikatherapie der Kranken im Krankenhaus. Viele der Erreger können gegen bestimmte Antibiotika (z.B. Penicillin) unempfindlich, d.h. resistent werden. Eine heute sehr häufige Bezeichnung für Hospitalismus sind “nosokominale Infektionen”.









