Sammelbezeichnung für alle körperlichen und seelischen Veränderungen, die ein langer Krankenhausaufhalt mit sich bringt. Der infektiöse Hospitalismus ist die Ausbreitung einer Infektionskrankheit innerhalb eines Krankenhauses. Als Infektionserreger kommen beim Hospitalismus insbesondere Staphylokokken, Salmonellen, Klebsiellen, Hepatitisviren, Pseudomonas aeruginosa, Proteus vulgaris, Coli-Bakterien und Soorpilze in Frage. Patienten im Krankenhaus haben ein geschwächtes Immunsystem, deshalb können für Gesunde […]
Gramfärbung
Bedeutende Färbemethode in der Microbiologie zur Bestimmung der Bakterienarten. Dabei werden die Bakterien zunächst mit einem blauen Farbstoff behandelt und dadurch blau gefärbt. Anschließend wird die blaue Farbe mit einer jodhaltigen Lösung (Lugolsche Lösung) fixiert. Bei der darauf folgenden Alkohol- oder Acetonbehandelung verlieren die gramnegativen Bakterien
den blauen Farbstoff, so dass sie bei der nachfolgenden Färbung […]
Eiweißfehler
Einschränkung des Desinfektionserfolgs. Durch das Vorkommen von Blut, Eiter und Eiweiß sind die Bakterien oft in diesen Substanzen eingebettet, so dass das reine Desinfektionsmittel infolge dieses Schutzes nicht bei den Bakterien wirken kann. Das kann - je nach Desinfektionsmittelwirkstoff - mehr oder weniger in Wechselwirkung mit diesen
Bestandteilen treten, so dass dessen Wirksamkeit geschwächt wird.
Besonders […]
Botulismus
Lebensmittelvergiftung, verursacht durch den Keim Clostridium botulinum. Beim Botulismus ruft nicht der Erreger selbst die Krankheit hervor, sondern das von ihm gebildete Toxin. Clostridium botulinum ist ein Anaerobier und kommt daher unter Luftabschluss wie z.B. Konservendosen, Einmachgläsern, Vakuumverpackungen etc. vor. Das Botulismustoxin ist das wirksamste Gift aller für die Menschen tödlichen Gifte.
Ampholyte
Die Ampholyte verhalten sich aufgrund ihrer Struktur im alkalischen Bereich wie anionische Tenside und im sauren Bereich wie kationische Tenside. Im Gegensatz zu quaternären Ammoniumverbindungen sind sie auch mit anionischen Tensiden verträglich, da sie ein Molekül sowohl negativ geladene (anionische) als auch positiv geladene (kationische) Gruppen vereinigen. Auch sind sie wirksam gegen Mykobakterien und weniger […]
Aflatoxine
Substanzen mit kanzerogener (krebserzeugender) Wirkung, die von bestimmten Pilzen produziert werden. Beispiele: Aspergillus flavus, Aspergillus parasiticus. Aspergillus oryzae etc. Aflatoxine können nach dem Genuss verschimmelter Nahrungsmittel, beispielsweise Erdnüsse oder Getreide auftreten. Aflatoxine sind Mykotoxine, d.h. Gifte, welche von Pilzen gebildet werden.
Sisal
Sisal ist eine pflanzliche Blattfaser auf Zellulosebasis. Die Faser wird aus der Sisalagave gewonnen, wobei mit Spezielmaschinen die Fasern aus den Blättern herausgearbeitet und anschließend getrocknet werden. Textile Beläge aus solchen Fasern sind sehr feuchtigkeitsempflindlich und können wegen der Neigung zum Schrumpfen nicht sprühextrahiert werden.
Verwendung: Herstellung von Teppichen, Läufern, Seilerwaren und Tauwerk etc.
Glasfasern
Glasfasern sind mineralische (anorganische) Fasern, die nicht brennbar sind.
Verwendung: Herstellung von technischen Geweben, Dekorationsgeweben (Tapeten), Verstärkung von Kunstharzen
Brennprobe - Bestimmung der Faserart
Zur Bestimmung der Faserart in textilen Materialien gibt es verschiedene Methoden. Zuerst kommt hier die visuelle Beurteilung. Die einfachste Art ist die Brennprobe. Aus der Art des Brennens, aus der Farbe der Flamme, aus der Rauchentwicklung und aus dem Geruch des Rauches lassen sich Rückschlüsse auf den Textilrohstoff ziehen. Die Brennprobe allein gibt nicht immer […]
Acetat Chemiefaser
Acetat ist eine regenerierte Chemiefaser, die aus acetonähnlichem Zelluloseacetat hergestellt wird. Da heute ausserdem Triacetatfasern auf dem Markt sind, bezeichnet man die normale Acetatfaser als Zweieinhalb-Acetat. Die Faser hat einen Schmelzpunkt bei ca 250 Grad. Erweicht aber bei ca 180 Grad. Die Faser ist unbeständig gegen Säuren und starke Alkalien und löslich in Aceton. Nicht […]